Heilpädagogisches Zentrum für Unterstützte Kommunikation mit den Schwerpunkten Verhalten und ASS

Das Heilpädagogische Zentrum für Unterstützte Kommunikation möchte Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Kommunikationsbeeinträchtigungen und oft auch mit herausfordernden Verhaltensweisen mit individuellen Maßnahmen unterstützen und dadurch Teilhabe in der Gesellschaft ermöglichen.

Unterstützte Kommunikation möchte die individuelle Kommunikation erweitern, ergänzen und unterstützen – damit eine Person verstanden wird, um beispielsweise Gegenstände und Aufmerksamkeit zu fordern, Fragen zu stellen, zu protestieren, Meinungen und Gefühle zu äußern oder von Erlebtem zu berichten. Dabei steht die ganzheitliche Erfassung der kommunikativen Situation im Vordergrund.

Das Angebot von KOM+ richtet sich auch an Angehörige sowie an pädagogisch und therapeutisch tätige Fachkräfte. Schwerpunktmäßig beraten wir Menschen aus dem Autismus-Spektrum und Menschen mit anderen Beeinträchtigungen in Entwicklung und Verhalten.

Kommunikation ist mehr als Sprechen!

Was ist Unterstützte Kommunikation?

„Unterstützte Kommunikation (Englisch: Augmentative and Alternative Communication = AAC) orientiert sich an einem humanistischen Menschenbild und betont das Recht eines jeden Menschen auf Selbstbestimmung und Partizipation. Unterstützte Kommunikation geht davon aus, dass jeder Mensch ein Bedürfnis nach Kontakt und Kommunikation hat. Ausgehend von den aktuellen Kompetenzen einer Person entwickelt Unterstützte Kommunikation individuelle Maßnahmen für eine bessere Verständigung und mehr Mitbestimmung im Alltag.

Unterstützte Kommunikation (UK) muss die individuelle Art zu kommunizieren nicht ersetzen, sondern kann sie ergänzen und unterstützen. Dabei können Rituale und Routinen einen sozialen Rahmen bieten, der zur Kommunikation anregt und motiviert. Durch den Einsatz von Gebärden, Objekten, grafischen Symbolen oder technischen Hilfen kann die Kommunikation im Alltag intensiviert und verbessert werden.

Zur Erweiterung der kommunikativen Möglichkeiten von Menschen, die nicht oder kaum über Lautsprache verfügen, ist Unterstützte Kommunikation das Fachgebiet für alle pädagogischen und therapeutischen Maßnahmen. Durch die Maßnahmen der Unterstützten Kommunikation soll diesen Menschen eine verbesserte Teilhabe und Partizipation ermöglicht werden.“

Quelle: Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e. V.

Unsere Ziele

  • individuelle Beratung zum Thema Unterstützte Kommunikation und Sprachbesonderheiten bei Entwicklungsstörungen (z. B. Autismus-Spektrum-Störung, Down-Syndrom)
  • geeignete Kommunikationshilfsmittel finden und Unterstützung bei der Beantragung der Kostenübernahme (Stellungnahme für die Krankenkasse)
  • heilpädagogische Förderplanung
  • Anleitung und Beratung von Eltern, Bezugspersonen und Fachkräften
  • einführendes Training mit dem Klienten
  • Sprachanbahnung und Sprachförderung, Kommunikationsentwicklung und soziale Interaktion

Der Weg zu KOM+

Voraussetzung

  • Diagnose Sprachstörung
  • Diagnose Entwicklungsstörung

Antragstellung
Für Unterstützte Kommunikation bei den Sozialämtern oder beim Amt für Versorgung und Rehabilitation

Kontaktaufnahme mit KOM+
Per E-Mail info@komplus.de oder telefonisch unter 0152 28399571

Unsere Module

KOM+ arbeitet mit verschiedenen Modulen, die aufeinander aufbauen. Voraussetzung für Modul 1 ist die Diagnose einer Sprachstörung.

METACOM Symbol Modul 1Modul 1Grundbedarf ermitteln und Hilfsmittelversorgung
↓
METACOM Symbol Modul 2aModul 2aSprache entdecken
→
METACOM Symbol Modul 2bModul 2bSprache nutzen
↓
METACOM Symbol Modul 3Modul 3Prozessbegleitung
↙↘
METACOM Symbol Modul 4Modul 4Arbeit mit dem Netzwerk: Workshops, Schulungen, Coaching für Bezugspersonen
METACOM Symbol Modul 5Modul 5Training mit dem UK-Nutzer
Zusätzlich
METACOM Symbol FortbildungenFortbildungenund Schulungen für Interessierte und Einrichtungen
Online-BeratungZusätzlich bietet KOM+ auch Online-Beratung an.
METACOM Symbole © Annette Kitzinger

Methoden aus dem Themenfeld UK

  • Körpereigene Kommunikationsformen: z. B. Gebärden (DGS)
  • Nicht-technische Kommunikationshilfen: z. B. Fotos, grafische Symbole (METACOM), PECS
  • Technische Hilfen: z. B. Taster, dynamische Kommunikationshilfen („Talker“)

Methoden aus dem Themenfeld Heilpädagogik

  • Spielbeobachtung nach Barbara Zollinger
  • TEACCH
  • Interaktionsstimulationstherapie nach Félicie Affolter
  • Sensorische Integration nach Jean Ayres
  • „Hilf mir, es selbst zu tun“ nach Maria Montessori

Unser Team

Ute Drexler

Leitung KOM+

Heilpädagogin B.A.
Fachkraft für Unterstützte Kommunikation (nach den Standards der Gesellschaft für UK)

Svenja Klumpp

Therapeutin

Kontakt

KOM+ – Heilpädagogisches Zentrum für Unterstützte Kommunikation
Wilderichstr. 9 (Erdgeschoss), 76646 Bruchsal

Leitung: Ute Drexler
E-Mail: u.drexler@uk-komplus.de · Mobil: 0152 28399571

In Kooperation mit der AutismusZentrum Bruchsal GmbH & Co. KG und der Heilpädagogischen Praxis Ulrich Zimmermann GmbH & Co. KG